Schnelles Reagieren bei ASP durch Änderungen am Jagdgesetz

Mit der Änderung bietet das NJagdG künftig Möglichkeiten, im Hinblick auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest schneller reagieren zu können.

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Auch das Verbot der Verwendung von Schusswaffen mit Schalldämpfern für die Jagd wurde aufgehoben. Achtung: die waffenrechtlichen Regelungen bleiben hiervon unberührt. Bislang liegt kein Beschluss des Innenministeriums vor, inwiefern ein Bedürfnisnachweis zu erbringen ist oder zu erfolgen hat. Ein für Mitte Dezember erwartetes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu dieser Thematik soll abgewartet werden. Vorher wird die Untere Jagdbehörde des Landkreises Stade auch keine Anträge bearbeiten. Der bloße Schutz des Gehörs reiche zur Begründung eines Bedürfnisses regelmäßig nicht aus.

Die Landesjägerschaft Niedersachsen wendet sich entschieden gegen diese Regelung und erwartet von der Landesregierung, dass sie die Jägerinnen und Jäger nicht anders und schlechter stellt, als es andere Landesregierungen in ihren Bundesländer beim Thema Schallminderer getan haben – zu nennen sind hier bspw. Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Die dort getroffenen Regelungen bezüglich des Genehmigungsverfahrens für Schallminderer können und sollten für das Land Niedersachsen als Vorbild dienen. Insbesondere auch daher, da Jäger aus anderen Bundesländern die dort einen Schallminderer für eine Waffe genehmigt und in ihre WBK eingetragen bekommen haben nun – nach in Kraft treten der Novelle NJagdG – mit dieser Waffe mit Schallminderer auch in Niedersachsen zur Jagd gehen können.

Im Sinne des Vorgenannten erwartet die Landesjägerschaft von MI eine Regelung die für alle Jäger gilt und sich an den pragmatischen Lösungen anderer Bundesländer orientiert: Gesundheitsschutz ist unteilbar. Hierauf hat die Landesjägerschaft im Rahmen ihrer Stellungnahmen zur Novelle des NJagdG stets nachdrücklich hingewiesen.

Neu aufgenommen wurde, dass auch die für die Aufzucht von Nutrias notwendigen Elterntiere bejagt werden können.

Die Änderungen traten am 2. November 2018 in Kraft

Die Regelungen zum Füttern und Kirren (§§ 32 und 33 NJagdG) treten erst zum 1. Dezember 2018 in Kraft.

Beitragsbild: DJV