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Jagd Wild Natur

Jägerschaft Stade

Version 2.1

27. Juni 2009

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newsroom

 

Hier veröffentlicht die Jägerschaft des Landkreises Stade e.V. regelmäßig Informationen für die Presse und andere Medien.

Bei Übernahme unserer Meldungen informieren Sie bitte unseren Pressesprecher oder unseren 1. Vorsitzenden, Herrn Dr. Martin Wenzel

Pressemitteilung Jägerschaft Stade e.V. vom 19.10.2017

Hubertus-Messe in der St- Primus-Kirche Bargstedt,
gestaltet von den Jagdhornbläsern „Elbhörner Stade“ und „Diana Plön“, am 29.10.2017 um 18.00 Uhr


19. Oktober 2017 – Am Sonntag, 29.10.2017, findet um 18.00 Uhr in der St- Primus- Kirche Bargstedt eine Hubertusmesse in Erinnerung an den Heiligen Hubertus unter Mitwirkung von den Jagdhornbläsern „Elbhörner Stade“ und „Diana Plön“ mit der Feier des Heiligen Abendmahls statt. Hierzu laden die St- Primus-Gemeinde und die Jägerschaft Stade ein.
Vor der Messe spielt zur Begrüßung die „Bläsergruppe Hegering Hollenbeck“.

Die Hubertusmesse erfreut sich bei der Bevölkerung auch dann großer Beliebtheit, wenn diese weniger mit der eigentlichen Jagdausübung Berührung hat. Sie ist kein Jagdhornkonzert, sondern ein Gottesdienst als eine instrumental erklingende Messe. Sie wird historisch zur Erinnerung an den Heiligen Hubertus von Lüttich um den 3. November, dem Hubertustag, gehalten. Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger, der zunächst die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Ihm erschien ein Hirsch mit einem strahlenden Kreuz zwischen den Geweihstangen. So erkannte Hubertus in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie verwandt. Diese Grundhaltung der "Achtung von dem Geschöpf" ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein.

Rosi Meyer, Bläserobfrau der Kreisjägerschaft Stade: „Stets ist die Jagd bis heute mit fröhlichem Hörnerklang verbunden und das Jagdhorn ist ein unentbehrliches Hilfsmittel für den sicheren Ablauf der Jagd. Jagdhornblasen bedeutet aber auch vielfältiges jagdliches Musizieren. Ihren Wert erkennen wir an einer großen Beliebtheit in der Bevölkerung. Das zeigt sich deutlich, wenn Bläsergruppen in der Öffentlichkeit ihre Hörner erklingen lassen wie zu einer Hubertusmesse.“
Für alle, die das Jagdhornblasen lernen wollen, führt Rosi Meyer in der Jägerschaft Stade Grundkurse für Anfänger durch. Interessierte können sich unter Tel.: 041 63/ 8081 39 direkt bei Rosi Meyer melden.

Für Rückfragen:

Dr. Martin Wenzel
Vorsitzender Jägerschaft Stade e.V.
Mobil: 0170 / 89 23 8 26
E-Mail: JaegerschaftSTD@t-online.de

Kurt Otto
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerschaft Stade e.V.
Mobil: 0172 / 42 71 000
E-mail: ku.otto@t-online.de

 

Pressemitteilung Jägerschaft Stade e.V. vom 10.10.2017

Drück- und Erntejagden in der Hauptjagdsaison 2017/18 im Kreis Stade
Stader Jägerschaft appelliert an alle Naturfreunde:
Sicherheit hat stets Vorrang - Warnhinweise der Jäger in den Revieren unbedingt beachten

10. Oktober 2017 – Im Herbst sind Wildtiere im Wald, Feld und Flur aktiver als zu anderen Jahreszeiten: Maisernte, Damwildbrunft und Holzeinschlag sind nur einige Gründe. Auch großräumige Bewegungsjagden finden jetzt statt, auch Treib- oder Drückjagden genannt, ebenso Erntejagden bei der Maisernte auf Schwarzwild. Darauf weist die Kreisjägerschaft Stade hin und bittet Autofahrer, Spaziergänger, Jogger, Reiter und andere Naturfreunde, entsprechende Warnhinweise für den jetzt verstärkt stattfindenden Jagdbetrieb unbedingt zu achten. Weiterhin liegt jahreszeitlich das Hauptverkehrsaufkommen auf den Straßen sowohl morgens wie abends jetzt in der Dämmerungsphase; also ist dort bei verstärktem Wildwechsel noch mehr Aufmerksamkeit als in den Sommermonaten geboten.

Generell wird in der Jägerschaft auf Sicherheit im Jagdbetrieb allergrößter Wert gelegt, wie die Jägerschaft Stade bei dieser Gelegenheit betont. Um Jagdteilnehmer und Unbeteiligte vor Gefahren zu schützen, gelten für Jagdteilnehmer strenge Vorschriften. Insbesondere bei Bewegungsjagden müssen sich alle an der Jagd Beteiligten durch signalfarbene Kleidung deutlich von der Umgebung abheben. Das jeweilige Jagdgebiet ist für Erholungssuchende in der Regel gekennzeichnet, und das Schussfeld für jeden einzelnen Schützen wird genau festgelegt. Hochsitze und erhöhte Stände sorgen bei Drückjadgen dafür, dass Schüsse in Richtung Boden abgegeben werden, das Erdreich dient also als natürlicher Kugelfang.

Außerdem sind Jagdhunde mit signalfarbenen Westen ausgestattet, die sie weithin sichtbar machen. Während der Jagd können Hunde oder Wildtiere in Waldnähe unvermittelt am Straßenrand auftauchen und unvermittelt die Straße queren. Die Jägerschaft Stade ruft daher Verkehrsteilnehmer zu besonderer Rücksichtnahme auf: vorübergehende Geschwindigkeitsbeschränkungen und Hinweisschilder sollten unbedingt beachtet werden.

„Die Mais-Erntejagden auf Schwarzwild im Herbst ermöglichen in unserer Region einen effektiven Eingriff in den Wildbestand. Doch Sicherheit geht dabei stets vor, Personen oder Nutztiere dürfen auf keinen Fall gefährdet werden“, erläutert Dr. Martin Wenzel, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Stade.

Insbesondere die Jagd auf Wildschweine stellt in unserer Region während der Maisernte eine besondere Herausforderung dar: Maisfelder werden vom Schwarzwild von der Milchreife Anfang August bis zur Ernte im Oktober gerne als Nahrung und Lebensraum genutzt, es kann zu erheblichen Fraß-, Tritt- und Lagerschäden kommen. Hier sind die Wildschweine in dieser Zeit schwer zu bejagen und können erhebliche Wildschäden verursachen

Die beginnende Erntezeit der Maisflächen öffnet ein kurzes Zeitfenster, um jagdlich effektiv die wachsenden Bestände zu regulieren. Die Ernte bietet in vielen Revieren oftmals die einzige Chance, wirksam regulierend in die Population einzugreifen. Wenn die Mais-Häcksler anrücken, sind die Wildschweine gezwungen, das schützende Blattwerk zu verlassen, um neue Einstände zu suchen – und können bei diesem Herauswechseln effektiv bejagt werden. „Die Sicherheit hat gerade bei der Mais-Erntejagd für alle Beteiligten oberste Priorität”, so Dr. Martin Wenzel, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Stade.

Bevor der Jäger anwechselndes Schwarzwild am Maisfeld erlegt, wird er seine Umgebung genau in Augenschein nehmen und eine Hintergrundgefährdung ausschließen. Ein Schuss in Richtung von Personen, Erntefahrzeugen, Straßen oder Häusern ist strengstens untersagt. Die Schützen werden nach Bezug des ihnen von der Jagdleitung zugewiesenen Standes Kontakt zu ihren Nachbarschützen herstellen. Dieser Stand darf nicht eigenmächtig verlassen werden. Die Waffe darf erst auf diesem Stand geladen und muss anschließend gesichert werden. Sie ist unmittelbar vor der Abgabe eines Schusses zu entsichern und muss nach Beendigung der Jagd sofort entladen werden.

Dr. Martin Wenzel, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Stade, betont zusammenfassend: “Auf Wildwechsel hinweisende Verkehrsschilder, rot umrandete Dreiecke mit Aufdrucken wie ‚Achtung Treibjagd‘ oder ‚Vorsicht Jagd‘ bitten wir jetzt unbedingt zu achten. Großräumigen Bewegungs- und Mais-Erntejagden dauern mehrere Stunden. In dieser Zeit sollten die gekennzeichneten Flächen und Wege nicht betreten werden. Auf derart kenntlich gemachten Straßen und Wegen entlang des Jagdgebietes sollten Autofahrer wegen der Gefahr des erhöhten Wildwechsels die Geschwindigkeit drosseln. Wir bitten ebenso die Jäger und Nichtjäger die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen wahrzunehmen, im Interesse aller Beteiligten!“

 

Für Rückfragen:

Dr. Martin Wenzel
Vorsitzender Jägerschaft Stade e.V.
Tel.:      04164-888800
E-Mail: JaegerschaftSTD@t-online.de

Kurt Otto
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerschaft Stade e.V.
Mobil: 0172 / 42 71 000
E-mail: ku.otto@t-online.de

Foto zum Abdruck (Copyright DJV)

Bildunterschriften:

Bild 1: Warnschild “Treibjagd” (DJV, Rolfes)

 

Pressemitteilung Jägerschaft Stade e.V. vom 03.07.2017

Deutscher Bundestag beschließt Änderungen von Bundesnatur- und Bundes- jagdgesetz, um invasive Arten wie Bisam, Marderhund und Nilgans gem. EU- Vorgaben einzudämmen.

Kreisjägerschaft Stade hatte im April Erleichterungen für die Jagd auf diese gebietsfremden Arten gefordert, die sich im Kreis Stade erheblich ausge- breitet haben und die heimische Artenvielfalt bedrohen.


3. Juli 2017 - Der Deutsche Bundestag hat am 30. Juni Änderungen von Bundesnatur- und Bundesjagdgesetz beschlossen, um invasive Arten gemäß EU-Vorgaben einzudämmen. Die Revierinhaber sind erste Ansprechpartner für die Umsetzung dieser öffentlichen Aufgabe. In Kürze ergänzt die EU ihre verbindliche Liste gebietsfremder Arten um Bisam, Marderhund und Nilgans. Ziel ist es, deren weitere Ausbreitung einzudämmen. Die Kreisjägerschaft Stade hatte in ihrer Pressemitteilung vom 21.04.2017 Erleichterungen für die Jagd auf diese gebietsfremden Arten gefordert, die sich im Kreis Stade erheblich ausgebreitet haben und die heimische Artenvielfalt bedrohen. Es wird jetzt gesetzlich klargestellt, dass Maßnahmen mit jagdlichen Mitteln im Einvernehmen mit dem Jagdausübungsberechtigten durchgeführt werden müssen.

Der DJV und die Jägerschaft Stade begrüßen diese praxisgerechte Umsetzung: So wird sichergestellt, dass sich die Naturschutzbehörde mit dem Jagdausübungsberechtigten abstimmen muss, er bleibt erster Ansprechpartner im Revier, wenn es um die Eindämmung von Bisam, Marderhund und Co. geht.

"Die jetzt beschlossenen Regelungen schaffen einen angemessenen Ausgleich zwischen der öffentlichen Aufgabe des Managements, den Fach- und Revierkenntnissen der Jäger vor Ort sowie ihren berechtigten Anliegen", so Professor Jürgen Ellenberger, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV). Die Regelungen betreffen in erste Linie Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz, mit denen Behördenbefugnisse und Verfahren geregelt werden. Außerdem wird im Bundesjagdgesetz ein neuer § 28a eingeführt, der regelt, wie die Verordnung bei jagdbaren Arten umgesetzt werden soll, nämlich durch die Jagdbehörden nach Abstimmung mit dem Revierinhaber.

Dr. Martin Wenzel, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Stade ergänzt: „Der DJV hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass in erster Linie die Revierinhaber für die Umsetzung der Maßnahmen gegen invasive Arten zuständig sind und nur subsidiär die Behörden.“ In Kürze wird die EU die im August 2016 in Kraft getretene "Unionsliste" invasiver Arten, bei denen besonderer Handlungsbedarf besteht, um neun Pflanzen- und drei Tierarten erweitern. Marderhund, Bisam und Nilgans sollen künftig auch unter die Regelungen der EU-Verordnung fallen. Damit sind die Mitgliedsstaaten verpflichtet, die weitere Ausbreitung dieser Arten möglichst zu stoppen.

Dr. Martin Wenzel weiter: „Wir begrüßen die Ergänzung der EU-Liste auch im Sinne des Deichschutzes, der in unserer Region eine existentielle Bedeutung hat. Bei den gemäß EU-Verordnung geforderten Managementmaßnahmen mit allen Mitteln wird aber für uns Jäger der Tierschutz nicht auf der Strecke bleiben, auch wenn die Jagdzeiten erweitert und Beschränkungen bei der Jagd in Schutzgebieten aufgehoben werden.“

Der DJV sprach sich auf nationaler Ebene in den entsprechenden Fachgremien des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) stets für die Aufnahme dieser Arten aus. Dabei stützt sich der DJV auf die Ergebnisse langjähriger Erhebungen im Rahmen seines Monitoringprogramms WILD (Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands). Den genannten invasiven Arten kommt bei den bundesweiten Erfassungen eine besondere Bedeutung zu, da sie sich immer weiter ausbreiten und aus Gründen des Natur- und Artenschutzes entsprechend bejagt werden müssen.

In seiner Pressemitteilung vom 21.04.2017 hatte die Kreisjägerschaft Stade mit Sorge auf die beachtlichen Zuwächse der eingeschleppten Arten Waschbär, Marderhund und Nutria im Kreis Stade hingewiesen. Das ergab sich aus dem Streckenbericht der Jägerschaft Stade für das Jagdjahr 2016: Danach wurden 2016 im Kreisgebiet 36 Nutria erlegt, was einem Zuwachs von 430 Prozent zum Vorjahr entspricht. Hinzu kommen 37 Waschbären (+ 62 %) und 99 Marderhunde (+ 20 %): Dr. Martin Wenzel: „Die Zahlen in unserer Region decken sich mit den neuen Monitoring-Daten für Waschbär, Marderhund und Nutria, die der Deutsche Jagdverband (DJV) veröffentlicht hatte.“

Seit dem Jahr 2006 überwachen Jäger systematisch die Ausbreitung von Waschbär, Marderhund und Nutria in Deutschland. Wissenschaftler haben jetzt Datenreihen aus über 24.000 Revieren bis zum Jahr 2015 für das Wildtier-Informationssystem der Länder (WILD) ausgewertet. Das deutschlandweit umfangreichste Monitoring umfasst 13 Millionen Hektar - das entspricht etwa 40 Prozent der land- und forstwirtschaftlichen Fläche. Danach hat der Waschbär innerhalb von neun Jahren sein Vorkommen im Kerngebiet um 32 Prozentpunkte gesteigert. Auch Marderhund, Nilgans, Bisam und Nutria breiten sich weiter aus.

 

Für Rückfragen:

Dr. Martin Wenzel
Vorsitzender Jägerschaft Stade e.V.
Mobil: 0170 / 89 23 8 26
E-Mail: JaegerschaftSTD@t-online.de

Kurt Otto
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerschaft Stade e.V.
Mobil: 0172 / 42 71 000
E-mail: ku.otto@t-online.de
 

Pressemitteilung Jägerschaft Stade e.V. vom 26.05.2017

Jägerschaft Stade lädt ein zum Grundkurs im Jagdhornblasen ab 04. 09. 2017

26. Mai 2017 – Nach dem Motto: „Mach mit....... auch Du kannst das lernen“ haben auch im letzten Jahr viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Jagdhornblasen gelernt.
Dabei ist die Teilnahme an diesen Kursen nicht altersabhängig.
In den Übungsstunden gab es viel Spaß, es wurde viel gelacht und jede Menge gelernt. Die Freude am gemeinsamen Blasen wird gefördert. Vorkenntnisse sind bei diesem Kurs der Jägerschaft Stade nicht erforderlich.
Diese Grundkenntnisse werden Interessierten von Frau Rosi Meyer, Obfrau für das Jagdhornblasen, vermittelt.
Der nächste Kurs beginnt am 4. September 2017 und findet um 19.30 Uhr in der Oberschule in Horneburg statt. Die Übungsabende sind wöchentlich bis Weihnachten 2017. Anmeldungen unter der Telefonnummer 04163 - 808139.

Für Rückfragen:


Rosi Meyer
Obfrau für das Jagdhornblasen
Jägerschaft Stade e.V.
Tel.    04163 / 808139

Kurt Otto
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerschaft Stade e.V.
Mobil: 0172 / 42 71 000
E-mail: ku.otto@t-online.de
 

Pressemitteilung Jägerschaft Stade e.V. vom 15.05.2017

Frühmahd tierschutzgerecht gestalten:
Jägerschaft Stade appelliert an effektive Wildtierrettung in der Brut- und Setzzeit

Gemeinsame Initiative des Bundesverbandes Lohnunternehmen (BLU), Bundesverbandes der Maschinenringe (BMR), Deutschen Bauernverbandes (DBV) und Deutschen Jagdverbandes (DJV)

15. Mai 2017 – Die Mahd von Grünland oder Energiepflanzen wie Grünroggen steht an. Der Termin fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs sicher wähnen. Doch „Ducken und Tarnen“ schützt zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher. Darauf machen Bundesverband Lohnunternehmen (BLU), Bundesverband der Maschinenringe (BMR), Deutscher Bauernverband (DBV) und Deutscher Jagdverband (DJV) in einer gemeinsamen Initiative aufmerksam. Die Verbände empfehlen den Landwirten, den Mähtermin mindestens 24 Stunden vorher mit dem Jagdpächter abzusprechen oder selbst erforderliche Maßnahmen für die Wildtierrettung durchzuführen.

Effektive Wildtierrettung beginnt bereits vor der Mahd, erläutert Dr. Martin Wenzel, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Stade. Entscheidend ist dabei, die anstehenden Grünschnitt-Termine – für Silage oder Biomasseproduktion – rechtzeitig mit dem Jagdpächter abzustimmen und die Mähtechnik dem Tierverhalten anzupassen. Die Verbände empfehlen in ihrer Initiative vor allem, das Feld mit dem Grünlandschnitt grundsätzlich von innen nach außen zu mähen. So haben Feldhasen oder Fasane während der Mahd die Möglichkeit zur Flucht. Bei der Ernte der Ganzpflanzensilage verspricht die Begrenzung der Schnitthöhe auf etwa 15 bis 20 Zentimeter in der kritischen Aufzuchtzeit zusätzlichen Erfolg – gerade bei Rehkitzen, die sich instinktiv ducken, oder auch bei Bodenbrütern.

Das Absuchen der Wiesen mit Jagdhunden, der Einsatz von Wildrettern oder die Vergrämung (Vertreibung) helfen, Wildtierverluste zu vermeiden. Derartige Maßnahmen sind wichtig, um tierschutzrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Vergrämung kann kostengünstig und sehr effektiv mit Knistertüten, Flatterbändern oder Kofferradios durchgeführt werden.

Der Einsatz von elektronischen Wildscheuchen, die unterschiedlichste Töne in verschiedenen Lautstärken aussenden, hat sich im Praxiseinsatz bewährt. Bei bestimmten Witterungsverhältnissen hilft auch Drohnen- und Infrarot-Technik.

Finanziell gefördert durch das Bundesforschungsministerium entwickeln derzeit namhafte Hersteller von Landtechnik und Elektronik ein Sensorsystem für landwirtschaftliche Mähmaschinen, mit dem künftig in den Wiesen liegende Rehkitze bei der Mahd erkannt werden sollen

Ziel des Projekts „Wildretter" ist ein markttauglicher Prototyp für Mähmaschinen, der mit geringem Aufwand zuverlässig Kitze während der Mahd erkennt. Erste sich in Erprobung befindende Ansätze sind erfolgversprechend. Unabhängig von diesem Forschungsprojekt sind die Maßnahmen zur Kitzrettung vor dem Grünschnitt nach wie vor entscheidend.


Für Rückfragen:

Dr. Martin Wenzel
Vorsitzender Jägerschaft Stade e.V.
Tel.:      04164-888800
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Kurt Otto
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerschaft Stade e.V.
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Fotos zum Abdruck (Copyright DJV)

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Bild 1: Rehkitz auf der Wiese (DJV, Rolfes)

Bild 2: Kitzrettung durch Jäger vor der Mahd (DJV, Dänicke)
 

Pressemitteilung Jägerschaft Stade e.V. vom 10.05.2017

Statement zum naturverträglichen Geocaching in Feld und Wald

Stader Jägerschaft bittet die Geocatcher um mehr Rücksichtnahme bei ihrer modernen Schatzsuche auf die Belange von Wild, Hege und Jagd

10. Mai 2017 - Dr. Martin Wenzel, Vorsitzender der Jägerschaft Stade zu Konflikten, die sich zwischen Geocaching und Wild, Hege und Jagd abzeichnen können:

„Die Kritik der Jägerschaft im Landkreis Harburg und des dortigen Kreisjägermeisters Norbert Leben ist durchaus nachvollziehbar. Nichts gegen den Spaß des Geoching als neue Form des Unterwegsseins in der Natur, sowie der Freude an der Suche und der Knobelei. Und ebenso nichts gegen den Austausch mit anderen Geocachern, über die Logbucheinträge, über die einschlägigen Websites oder Foren. Allerdings müssen wir seitens der Jägerschaft Stade die wachsende Community der Geocatcher in den Revieren auch unserer Region um mehr Verständnis bitten, und vor allem das Betreten der Reviere fernab der öffentlichen Wege und auch bis spät in die Dunkelheit zu unterlassen.“

Nach NWaldLG (Niedersächsisches Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung) und den Ausführungsbestimmungen dazu bedarf es für das Verstecken von Caches der Erlaubnis des Grundeigentümers, bzw Revierinhabern. Naturverträgliches Geocaching zu Erholungszwecken ist grundsätzlich dann erlaubt, wenn keine Konflikte mit anderen Nutzern entstehen (z.B. erhebliche Belästigung von anderen Erholungssuchenden, Jagdpächtern oder Jagderlaubnisscheininhabern),keine Rechtsverstöße gegen das Naturschutzrecht vorliegen (Stichworte Brut- und Setzzeit, Wegebote in Naturschutzgebieten und Naturwäldern), dabei keine spürbaren Beschädigungen an Bäumen etc. entstehen.

Ich weise aus diesem Grunde insbesondere darauf hin, dass es nach § 19a des Bundesjagdgesetzes ausdrücklich verboten ist, ‚Wild, insbesondere soweit es in seinem Bestand gefährdet oder bedroht ist, unbefugt an seinen Zuflucht-, Nist-, Brut- oder Wohnstätten durch Aufsuchen, Fotografieren, Filmen oder ähnliche Handlungen zu stören‘. 111Der Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten, ihrer Lebensstätten und Biotope ist beim Geocaching zu beachten, so sind für die Caches Baumhöhlen, hohle Bäume und andere potentielle Fortpflanzungs- und Ruhestätten von Tieren tabu, da hier besonders geschützte Tierarten wie z.B. Fledermäuse betroffen sein können

Insbesondere in der gesetzlichen Brut- und Setzzeit (1. April bis 15. Juli) kann dies dazu führen, dass erschreckte Jungvögel aus dem Nest fallen und von den Elterntieren getrennt werden. Dies gilt auch für andere Tierarten. Die Platzierung von Caches an abgelegenen Gewässern, in Altbeständen oder Sandkuhlen kann zur Brutaufgabe bei z.B. störungsempfindlichen Vogelarten wie Kranichen, Schwarzstörchen oder Greifvögeln führen.

Aus natur- und insbesondere Artenschutzgründen sollte davon Abstand genommen werden, Caches in der Dunkelheit aufzusuchen. Wenn Owner trotzdem Nachtcaches planen, sind diese mit den zuständigen Revierpächtern abzustimmen. Erlaubnisse dazu werden grundsätzlich nur für Caches in unmittelbarer, direkter Nähe fester Wege - das sind ganzjährig mit einem normalen PKW befahrbare Wege - erteilt. In stark von Erholungssuchenden frequentierten Wäldern ist die Tierwelt darauf eingestellt, dass von Besuchern auf Wegen keine Gefahr ausgeht. Räumliche und zeitliche Abweichungen von diesem Verhaltensmuster kann als Bedrohung der Tiere wahrgenommen werden und entsprechende Fluchtreaktionen auslösen.

Moderne GPS-Geräte oder Smartphones verfügen zudem über die Möglichkeit, Kartenmaterial bei der Navigation anzuzeigen. Das bietet den Geocacher eine gute Möglichkeit, stets einen naturverträglichen Weg während der Suche zu benutzen. Das direkte „abkürzen“ z.B. zwischen den Caches-Stationen ist daher zu vermeiden. Wir erwarten, dass sich alle Naturfreunde an die bekannten Regeln halten, in der Natur rücksichtsvoll der Tier- und Pflanzenwelt zu begegnen.“


Für Rückfragen:

Kurt Otto
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerschaft Stade e.V.
Mobil: 0172 / 42 71 000
E-mail: ku.otto@t-online.de
 

Pressemitteilung Jägerschaft Stade e.V. vom 30.04.2017

Jägerprüfung 2016/17 auf Rekordniveau wie in den Vorjahren:
56 Anwärterinnen und Anwärter erreichen im Kreis Stade das „Grüne Abitur“

Ausbildungsstand im Kreis liegt über dem vergleichbarer Jägerschaften



30. April 2017 – Ein erfolgreicher und wiederum besonders zahlreicher Jahrgang hat die Jägerprüfung im Landkreis Stade bestanden: Von 62 Teilnehmern der Jagdschulen Thomfohrde und Grote bestanden immerhin 56 die Prüfung. Damit wird das Rekordniveau der Vorjahre fortgesetzt. Kreisjägermeister Günther Bube überreichte den erfolgreichen Jungjägerinnen und Jungjägern am 29. April in Estorf die Prüfungszeugnisse, der Vorsitzende der Jägerschaft Stade Dr. Martin Wenzel die Jägerbriefe. Besonderer Dank des Kreisjägermeisters galt den 17 ehrenamtlichen Prüfern, die das umfangreiche Prüfungspensum im Auftrag des Landkreises bewältigten. Prüfungsbeste wurden Jan Hartmann und Torge Both. Sie erhielten von der VGH Versicherung eine Einladung zu einer eintägigen Bewegungsjagd in das Forstamt Saupark Springe. Die Preise wurden überreicht durch den Regionaldirektor der VGH Versicherungen in Stade, Herrn Rüdiger Meyer.

Kreisjägermeister Günther Bube zur Jägerprüfung 206/17: „Seit einigen Jahren zeichnet sich die Kreisjägerschaft Stade durch eine jährliche Rekordquote in der Größenordnung von 60 jungen Jägerinnen und Jägern aus, die unsere Ausbildungsaktivitäten kontinuierlich auszeichnet.“ Diese Quote liegt hinsichtlich der Größenordnung der bestandenen Prüfungen über den vergleichbaren Ergebnissen in anderen Jägerschaften: „Für uns ist der Nachwuchs unserer Jägerschaft im Kreis Stade eine Zukunftsaufgabe von zentraler Bedeutung.“ Daher müsse angesichts des generellen demografischen Wandels auch innerhalb der Jägerschaft langfristig die Altersgruppe der unter 30jährigen unter den Jägern von derzeit ca. 12 % nachhaltig weiter deutlich gesteigert werden.

Günther Bube: „Es sind die jungen Jäger, auf die wir bei Erfüllung unserer vielfältigen Aufgaben der Hege und Pflege zählen. Bei der diesjährigen Prüfung wurden wiederum durchweg gute bis sehr gute Ergebnisse erreicht, die auf solide Voraussetzungen für eine waidgerechte Jagd, eine nachhaltige Hege und eine wachsende ökologische Verantwortung schließen lassen. Wir freuen uns, wenn möglichst viele Jungjäger nun in der ‚Arbeitsgemeinschaft Junge Jäger‘ in der Kreisjägerschaft aktiv mitarbeiten werden. Hier erwarten wir Impulse für unsere vielfältigen Aufgaben.“

Jagdschulen sowie gut ausgebildete und professionelle Lehrkräfte sind nach den bisherigen Erfahrungen in der Kreisjägerschaft Stade wichtig für die fundierte Jagdausbildung, weil sie zunehmend auch wichtige ökologische Zusammenhänge vermitteln. Damit werde in Zukunft der hohe Ausbildungsstand bei den Jungjägerinnen und Jungjägern gesichert, so Günther Bube.
1
Die Vorbereitungs-Lehrgänge zur Jägerprüfung werden im Kreis Stade von der Jagdschule Thomfohrde, Bliedersdorf, www.jagdschule-thomfohrde.de und der Jagdschule Holger Grote, Drochtersen-Hüll, www.Jagdschulegrote.de angeboten.

Die rechtliche Grundlage für die Jägerprüfung in Niedersachsen ist die Verordnung über die Jäger- und Falknerprüfung vom 18. April 2012. Zugelassen wird zur Jägerprüfung, wer die für den Erwerb des Jagdscheines erforderliche Zuverlässigkeit besitzt, spätestens sechs Monate vor der Prüfung das 15. Lebensjahr vollendet und eine Haftpflichtversicherung für den Waffengebrauch abgeschlossen hat. 2016 hatten in Niedersachen 3.410 Jungjägerinnen und Jungjäger die landeseinheitliche Prüfung bestanden. 13 Prozent der Prüflinge scheiterten dabei, die Jägerprüfung abzulegen.

Die Jägerprüfung in Niedersachen gliedert sich in drei Teile: die Schießprüfung mit Büchse und Flinte, die schriftliche und die mündlich-praktische Prüfung. Die Prüflinge werden im schriftlichen und mündlich-praktischen Teil jeweils in fünf Fachgebieten geprüft. Hierbei müssen sie ihr Wissen über Wild und andere frei lebende Tierarten, über Jagdwaffen und Fanggeräte, über Naturschutz, Hege und den Jagdbetrieb, die Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhunde und jagdliches Brauchtum sowie über das Jagd- und Waffenrecht und andere relevante Rechtsbereiche unter Beweis stellen. Übrigens: 16 Prozent aller Prüflinge scheiterten 2014 bundesweit im ersten Versuch die Jägerprüfung abzulegen.

Günther Bube: „Hinsichtlich dieses breit gefächerten Prüfungspensums ist die Bezeichnung des ‚Grünen Abiturs‘ mehr als gerechtfertigt. Damit erweisen sich Jägerinnen und Jäger als die einzigen staatlich geprüften ehrenamtlichen Naturschützer. Das findet auch bei Jagdkritikern durchaus zunehmend Respekt und Anerkennung.“

 

Für Rückfragen:

Günther Bube
Kreisjägermeister des Landkreises Stade
Tel.:     04140-239
e-mail: g.bube@t-online.de

Kurt Otto
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerschaft Stade e.V.
Mobil: 0172 / 42 71 000
E-mail: ku.otto@t-online.de


Fotos zum Abdruck (Copyright Kreisjägerschaft Stade)

Bildunterschriften:

Gruppenbild: Lehrgangsteilnehmer 2016/17 der Jagdschulen Grote und Thomfohrde mit dem 1. Vorsitzenden Martin Wenzel und Kreisjägermeister Günther Bube

"Prüfungsbeste“ der Jägerprüfung 2016/17 von links:
Hannes Rolapp (VGH), Dr. Martin Wenzel (1. Vorsitzender Jägerschaft Stade), Torge Both und Jan Hartmann (Prüfungsbeste), Günther Bube (Kreisjägermeister) und Rüdiger Meyer (Regionaldirektor der VGH Versicherungen in Stade)
 

Pressemitteilung Jägerschaft Stade e.V. vom 21.04.2017

Eingeschleppte Arten Waschbär, Marderhund und Nutria breiten sich im Kreis Stade erheblich aus und bedrohen heimische Artenvielfalt /

Kreisjägerschaft fordert Erleichterungen für die Jagd
auf diese gebietsfremden nachtaktiven Fleisch- und Pflanzenfresser


21. April 2017 – Die in Deutschland eingeschleppten Arten Waschbär, Marderhund und Nutria breiten sich im Kreis Stade mit beachtlichen Zuwächsen aus. Das ergibt sich aus dem Streckenbericht der Jägerschaft Stade für das Jagdjahr 2016.
Kreisjägermeister Günther Bube verweist auf diese aktuellen Daten des Landkreises Stade: Danach wurden 2016 im Kreisgebiet 36 Nutria erlegt, was einem Zuwachs von 430 Prozent zum Vorjahr entspricht. Hinzu kommen 37 Waschbären (+ 62 %) und 99 Marderhunde (+ 20 %): „Die Zahlen in unserer Region decken sich mit den neuen Monitoring-Daten für Waschbär, Marderhund und Nutria, die der Deutsche Jagdverband (DJV) jetzt in Berlin veröffentlicht hat.
Wir fordern daher gemeinsam mit dem DJV Erleichterungen für die regulierende Jagd auf diese nachtaktiven ‚Fremdlinge‘, die die heimische Artenvielfalt bedrohen.“

Jegliche Einschränkung, die eine effektive Bejagung von gebietsfremden Arten wie Waschbär, Marderhund und Nutria erschwert, ist nach den regionalen Erfahrungen des Kreisjägermeister Günther Bube kontraproduktiv für einen übergeordneten Artenschutz Dies gilt insbesondere für den Waschbären, den die Europäische Union (EU) kürzlich in die Liste der invasiven, gebietsfremden Arten aufgenommen hat. Primäres Ziel sei dabei die rechtzeitige Eindämmung dieser fremden Arten. Bube: „Wenn wir die Vielfalt der heimischen Natur erhalten wollen, dann gibt es für uns nur zwei Stellschrauben: die Lebensräume erhalten und verbessern sowie die Fressfeinde reduzieren.“

Die Jägerschaft Stade sorgt sich vor allem um die rasche Zunahme der Nutria- Verbreitung in den Feuchtgebieten der Flusszonen im Kreis Stade. Günther Bube: „Ein großes Problem für die heimische Landwirtschaft scheint nach unseren Streckenzahlen von 2016 vor allem der Nutria zu werden, der sich momentan an Wasserläufen entlang verbreitet und extrem schnell vermehrt. Dadurch verursachte Schäden an Ufern und Nutzpflanzen können nur durch enge Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Jagd vermieden werden.“

Seit dem Jahr 2006 überwachen Jäger systematisch die Ausbreitung von Waschbär, Marderhund und Nutria in Deutschland. Wissenschaftler haben jetzt Datenreihen aus über 24.000 Revieren bis zum Jahr 2015 für das Wildtier-Informationssystem der Länder (WILD) ausgewertet. Das deutschlandweit umfangreichste Monitoring umfasst 13 Millionen Hektar - das entspricht etwa 40 Prozent der land- und forstwirtschaftlichen Fläche. Danach hat sich innerhalb von neun Jahren der Waschbär sein Vorkommen im Kerngebiet um 32 Prozentpunkte gesteigert. Auch Marderhund und Nutria breiten sich weiter aus.

Gewässerspezialist Nutria vor allem im Norden auf dem Vormarsch
Der Nutria ist als Pflanzenfresser eng an den Lebensraum Wasser gebunden. Dementsprechend erfolgt seine Ausbreitung  in Deutschland hauptsächlich an Wasserläufen, z. B. an der Ems oder wie im Landkreis Stade an der Oste. Gravierende Schäden in der Landwirtschaft bzw. an den Deichen sind zu erwarten. Eine verschärfte Bejagung, insbesondere unter Nutzung der Fallenjagd, kann zur Lösung des Problems beitragen.

Waschbär bricht alle Rekorde
Besonders auffällig ist die Entwicklung beim Waschbären, einem nordamerikanischen Kleinbären: Er hat sich bundesweit ausgebreitet und kommt inzwischen in 43 Prozent der Reviere vor. Das sind 19 Prozentpunkte mehr als bei der ersten Erfassung im Jahr 2006. Die Ausbreitung macht sich auch in der Jagdstatistik bemerkbar. Bundesweit haben Jäger in der Jagdsaison 1995/96 rund 3300 Tiere erlegt. In der Jagdsaison 2015/16 waren es 128.100, eine Rekordzahl.

Marderhund auf konstant hohem Niveau
Den aus China stammenden Marderhund haben Jäger 2015 deutschlandweit in über einem Viertel aller teilnehmenden Reviere des DJV-Monitoring bestätigt - eine Steigerung um 6 Prozentpunkte gegenüber 2006.

Angesichts der Ausbreitung räuberisch lebender, gebietsfremder Arten und dem fortschreitenden Lebensraumverlust etwa für Arten der Offenlandschaft und Feldflur fordert der DJV Rahmenbedingungen einer flächendeckenden Bejagung. Dies schließt insbesondere Naturschutzgebiete, befriedete Bezirke nach §6a BJagdG sowie urbane Räume ein. Ebenso unsinnig für den Artenschutz ist ein Verbot der Fallenjagd wie in Berlin oder deren Einschränkung. Denn Waschbär, Marderhund und Nutria sind nachtaktiv und können mit tierschutzgerechten Fanggeräten effektiv bejagt werden.

 

Für Rückfragen:

Günther Bube
Kreisjägermeister des Landkreises Stade
Tel.:     04140-239
e-mail: g.bube@t-online.de

Kurt Otto
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerschaft Stade e.V.
Mobil: 0172 / 42 71 000
E-mail: ku.otto@t-online.de

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Nutria, Waschbär, Marderhund (Fotos: DJV)
 

Pressemitteilung Jägerschaft Stade e.V. vom 03.04.2017

Aktuelle Feldhasenzählung in der Osterzeit:
Stader Jägerschaft beobachtet weitgehende Konstanz beim heimischen Feld- hasenbesatz auf niedrigem Niveau / aber große regionale Unterschiede


03. April 2017 – Die Stader Jägerschaft beobachtet weitgehende Konstanz beim heimischen Feldhasenbesatz, allerdings auf niedrigem Niveau, stellt dabei jedoch große regionale Unterschiede innerhalb des Kreisgebietes fest, so fasst Kreisjägermeister Günther Bube die derzeit laufenden Hasenzählungen zusammen.
Die Maßnahmen zu Steigerung der Biotopqualität und die intensive Bejagung der natürlichen Fressfeine des Hasen zeigen insgesamt trotz des Rückganges der Hasen- strecke im Jagdjahr 2016/17 um 34,5 % auf 2.376 Langohren erste positive Wirkungen. Erfreulich sei dies, da der Feldhase besonders sensibel auf Veränderungen in seiner Lebensumwelt reagiert. Neben Witterungseinflüssen, hasentypischen Krankheiten und natürlichen Populationsschwankungen haben auch die Veränderungen in der Landwirt- schaft Auswirkungen auf die Besatzsituation, so Bube.

„Auf viele dieser umweltbedingten Faktoren haben wir leider keinen Einfluss, wir konzentrieren uns als Jäger auf die Möglichkeiten die wir haben“, so Bube pragmatisch. Selbstverständlich erfolge die Bejagung des Hasen vor diesem Hintergrund verantwortungsbewusst, im Sinne der Nachhaltigkeit nach den jeweiligen deutlich abweichenden Revierbeständen–  das entspräche ohnehin dem Selbstverständnis der Jäger. „Maßgeblich für den Feldhasen sind Lebensraum, Witterung und Fressfeinde“, so Bube. Nasskaltes Wetter im Frühjahr setze den Junghasen ebenso zu wie viele Fressfeinde oder mangelhafte Habitate. Dazu gehören auch Lebensräume mit stark befahrenen Straßen mit einer hohen Fallwildquote.

Arten- und strukturreiche Felder und Wiesen tragen dagegen zum Erhalt einer Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten bei. Leider ist der Anteil vielfältiger Brachflächen in den letzten Jahren stark zurückgegangen - unter anderem durch den Wegfall von Subventionen und den Boom nachwachsender Rohstoffe wie Raps und Mais. Krautreiche Randstreifen fehlen vor allem den Hasen zunehmend, da Felder zu größeren Flächen zusammengelegt werden. „Für Feldhase und Co. brauchen wir mehr produktionsintegrierte Maßnahmen in den landwirtschaftlichen Flächen, etwa Blüh- streifen mit Wildkräutern“, meint Günther Bube.

In der Jägerschaft Stade ist man daher seit Jahren in guter Partnerschaft mit dem Landkreis Stade mit Projekten für lebensraumverbessernde Maßnahmen unterwegs und erfolgreich. Mit Blühstreifen an Feldrändern wurden Biotope geschaffen, die für viele Arten und Wildtiere neben den Feldhasen das Leben und Überleben sichern: „Es ist uns Jägern gelungen in der Landwirtschaft Partner zu finden, die Verständnis für diese Maßnahmen aufbringen und Flächen, auf denen wir die Blühstreifen anlegen können, gegen angemessene Entschädigung bereitstellen“, so Bube.

Der Feldhase benötigt strukturreiche Lebensräume mit Hecken, Saumstrukturen und Brachflächen, da er hier optimale Äsung und Deckung findet. So gestaltete Biotope dienen aber auch vielen anderen Arten der Feldflur als bevorzugte Lebensräume. Nicht nachvollziehen kann der Kreisjägermeister in diesem Zusammenhang Diskussionen, die die Fang- oder Baujagd in Frage stellen: „Wer das tut, muss sich die Konsequenzen nicht nur für den Hasen, sondern viele andere Arten, insbesondere der Bodenbrüter, vor Augen führen – die wären fatal.“

Hasenzählungen werden in einzelnen Jagdrevieren als Kontrolle nochmals im Herbst durchgeführt. Danach wird nach den dann festgestellten Besätzen entschieden, ob dort Hasen in Treibjagden im Sinne der nachhaltigen Hege bejagt werden können. Für die Hasenzählungen, die sogenannte „Scheinwerfertaxationen“ leuchten Jäger in ihren Revieren abends und nachts entlang festgelegter Wegstrecken Felder mit Scheinwerfern ab. Über die abgeleuchtete Fläche und die gezählten Individuen kann der Besatz ermittelt werden. Die Lichtreflexion der Hasenaugen ist eindeutig. Es besteht keine Verwechslungsgefahr zu anderen nachtaktiven Tieren wie Füchsen, streunende Hauskatzen oder Mardern.

Neben der Biotophege beteiligen sich die Jägerinnen und Jäger der Region jedes Jahr kontinuierlich an der Wildtiererfassung in Niedersachsen (WTE). Durch diese Bestandserfassung, unter wissenschaftlicher Begleitung des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), erhält die Jägerschaft Jahr für Jahr fundierte Daten zur Populationsentwicklungen nicht nur des Feldhasen sondern auch vieler anderer heimischer Wildarten.

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Günther Bube
Kreisjägermeister des Landkreises Stade
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Feldhase im Revier (Rolfes/djv)
 

Pressemitteilung Jägerschaft Stade e.V. vom 27.03.2017

Bitte Rücksicht nehmen auf die heimischen Wildtiere in der Setz- Brut- und Aufzuchtzeit!

Stader Jägerschaft erinnert an die Anleinpflicht für Hunde in der freien Land- schaft vom 01. April bis 15. Juli

27. März 2017 - In diesen Frühjahrstagen erwacht die Natur zu neuem Leben – im wahrsten Sinne des Wortes: Viele unserer heimischen Tierarten bekommen jetzt und in den kommenden Wochen ihren Nachwuchs. Einige, wie zum Beispiel der Hase oder das Schwarzwild, haben bereits Nachwuchs, bei anderen Arten sind die weiblichen Tiere hochtragend. In diesem Zustand sind sie in ihrer Bewegungsfreiheit und Fluchtmöglichkeit stark eingeschränkt. Auch die am Boden brütenden Vogelarten wie Ente, Gans, Rebhuhn, Fasan, Kiebitz und Lerche beginnen jetzt ihr Brutgeschäft.

Die Jägerschaft Stade bittet daher alle Naturfreunde und Erholungssuchende dringend um erhöhte Rücksichtnahme beim Spaziergang in der freien Natur; vor allem, wenn sie ihren Hund dabei haben.

„Ob Rehkitz, Junghase oder Fasanenküken, die Natur gleicht im Frühjahr einer großen Kinderstube. Daher gilt seitens des Gesetzgebers vom 01. April bis 15. Juli –  der Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit –  die Anleinpflicht für Hunde in der freien Landschaft “, erläutert der Kreisjägermeister Günther Bube.
Nach dem Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG)) sind hiervon u.a. Jagd- und Hütehunde ausgenommen.

Die Störungen in der Brut-, Setz-, und Aufzuchtzeit durch freilaufende Hunde sind, im Gegensatz zu anderen Störungen, vermeidbar. Ordnungsgemäße Land- und Forstwirtschaft sind zwar gesetzlich grundsätzlich ganzjährig erlaubt. Aber im Rahmen des Möglichen nehmen auch sie auf die Tierwelt möglichst Rücksicht. So finden Mäharbeiten an landwirtschaftlichen Wegen regelmäßig außerhalb der Brut-, und Setzzeit statt und in der Forstwirtschaft erfolgen Durchforstungsmaßnahmen in sensiblen Laubwaldbeständen außerhalb dieses Zeitraums.

Bube weiter: „Wir möchten hiermit aus gegebenen Anlass unsere Mitbürgerinnen und Mitbürgen kurz aufklären und vor allem um ihr Verständnis und ihre Rücksichtnahme dem Wild in dieser Zeit gegenüber werben.“ Denn vielfach zeige das klärende Gespräch der Jäger, dass sich Hundebesitzer häufig nicht bewusst seien, welche Gefahr von ihren freilaufenden Vierbeinen für die wild lebenden Tiere ausgehen kann“, so Bube weiter. Nicht nur die Jungtiere sind für freilaufende, stöbernde Hunde leichte Beute, auch die Elterntiere sind stark gefährdet. Hochträchtige Rehe beispielsweise sind bei weitem nicht mehr schnell genug, um vor ihnen zu fliehen.

Aber auch für Hundebesitzer und Spaziergänger gilt es einiges weiterhin zu beachten: Stößt man im Frühling auf vermeintlich schutzlos wirkende Jungtiere bittet die Jägerschaft Stade dringend darum, solche „Findlinge“ nicht zu berühren oder gar mitzunehmen.

Denn wittert die Mutter an ihrem Nachwuchs menschlichen Geruch, nimmt sie ihn nicht mehr an und er verhungert. Der Nachwuchs ist nämlich nur scheinbar verlassen – die Elterntiere beobachten das Versteck ihrer Jungtiere aus sicherer Entfernung und kommen regelmäßig zum Säugen.

„Wir bitten dringend darum, auf den ausgewiesenen Feld- und Waldwegen zu bleiben und unbedingt den Hund angeleint zu führen“, fasst Günther Bube die wichtigsten Verhaltensregeln für den Spaziergang in der freien Natur zusammen: „Dann haben wir alle große Freude an den vielfältigen Kinderstuben in Feld und Wald und auf dem Wasser von Flüssen und Seen.“

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Günther Bube
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Plakat mit dem Appell um Rücksichtnahme auf der Wild (djv/Richters)
 

Pressemitteilung Jägerschaft Stade e.V. vom 22.03.2017

Zeitumstellung am 26. März erhöht wieder die Gefahr von Wildunfällen vor allem beim heimischen Rehwild /
Appell der Jägerschaft Stade an die Autofahrer: „Fahren Sie jetzt in der Dämmerung besonders aufmerksam und vorsichtig“

Streckenbericht 2016/17 der Jägerschaft Stade: 826 Stück Rehwild einer Gesamtstrecke von 3.461 Ricken, Böcke und Kitze starben auf den Straßen im Kreisgebiet / Rehe verursachen die meisten Unfälle / gezielte Jäger-Aktionen in Partnerschaft mit dem Landkreis gegen Wildunfälle

22. März 2017 – Am 26.03.2017 werden die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt und der Berufsverkehr fällt damit plötzlich wieder in die Dämmerung. Damit steigt die Wildunfall-Gefahr rapide an, weil vor allem die heimischen Rehe besonders in den frühen Morgenstunden verstärkt nach Äsung suchen.

„Dem heimischen Wild sind Zeitumstellung und Verkehrsregeln völlig fremd“, so der neue Vorsitzender der Jägerschaft Stade e.V. Dr. Martin Wenzel. Die Tiere folgen bei ihrer Äsung einem festen Rhythmus. Sie wandern von ihren Waldeinständen – den Ruhezonen - zu nah gelegenen Wiesen und Feldern, auch auf der anderen Straßenseite.
Die heimischen Schalenwildarten benötigten im Frühjahr verstärkt Mineralien, insbesondere für den Wechsel des Winter- ins Sommerfell, das Geweih-Wachstum und bevorstehende Geburten. Wie ein Magnet wirkten deshalb Streusalzreste an Straßen- rändern. Zudem seien junge, unerfahrene Rehböcke jetzt auf Reviersuche und überqueren dabei achtlos Straßen.

Dr. Wenzel: „Deshalb heißt es für Autofahrer: Fuß vom Gas in der Dämmerung. Ich appelliere daher, besonders an Wald- und Feldrändern aufmerksam mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren, dabei die Warnschilder zu beachten: Fahren Sie jetzt besonders aufmerksam und vorsichtig.“

Für die Stader Jäger bereitet die hohe Beteiligung von Rehen an Verkehrsunfällen unverändert Sorgen. Allein 826 Tiere wurden auf den Straßen als Fallwild getötet, so Kreisjägermeister Günther Bube mit Hinweis auf die aktuelle Fallwildstatistik: „Jeden Tag kommt es beim Rehwild nach Zusammenstößen mit Autos im Durchschnitt zu mehr als zwei Wildunfällen.“ Es werde daher gemeinsam noch mehr zur Verhütung von Wildunfällen getan. Zur Verminderung von Wildunfällen in kritischen Regionen stellt der Landkreis den Jagdpächtern wirksame optische und akustische Reflektoren zur Verfügung. Diese Maßnahmen werden 2017 fortgesetzt, womit aber die Gefahr an den Straßen keineswegs gebannt ist.

Dr. Martin Wenzel, Vorsitzender der Jägerschaft Stade:„ Je häufiger es zu Wildunfällen kommt, desto größer ist auch die Gefahr, dass dabei Menschen zu Schaden kommen. Bisher gab es zum Glück meist nur Blechschäden.

Sollte es zu einem Wildunfall kommen, ist nach dem Schreck darüber unbedingt Ruhe zu bewahren und vor allem die Unfallstelle abzusichern. Auch müssen Polizei und, wenn bekannt, der zuständige Jäger benachrichtigt werden. Die getöteten Wildtiere dürfen keinesfalls mitgenommen werden, dies wäre Wilderei.“

Selbst wenn am Fahrzeug kein sichtbarer Schaden entstanden und das Tier geflohen  ist, bittet die Jägerschaft Stade darum, in jedem Fall den zuständigen Jagdpächter zu benachrichtigen. Denn verletztes Wild läuft unter Schock erst einmal weiter. Ein Jäger kann es mit seinem speziell ausgebildeten Hund nachsuchen und von seinen Qualen erlösen. Ist der Jagdpächter nicht bekannt, hilft auch die örtliche Polizei weiter.

 

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Bildunterschrift (Bild 1):

Wildunfall, Rehwild-, (Foto: Börner, DJV)

 

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Dr. Martin Wenzel
Vorsitzender
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Günther Bube
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(LA:191017)

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