Jäger überzeugen zielsicher

Der Bericht und das Foto von Hans-Lothar Kordländer erschienen am 21. Oktober 2014 im Stader Tageblatt.

Männer und Frauen der Stader Kreisjägerschaft erringen Titel und Medaillen

LANDKREIS. Wieder einmal haben die Jagdschützinnen und Jagdschützen aus dem Elbe-Weser-Raum zielsicher überzeugt. Bei den Deutschen Meisterschaften in Liebenau (bei Nienburg) errangen sie Titel, Medaillen und gute Platzierungen. Trainiert werden die Jagdschützen von Erwin Eichel aus Kakerbeck – unter anderem auch in der vorbildlichen Übungsanlage in Ohrensen.
Beständiges Training hat sich ausgezahlt.

Die Jagdschützinnen Karin Borgardt (Wingst), Carmen Wilshusen (Elm) und Ulrike Junge aus der Jägerschaft Stade wurden mit der Niedersachsen-Auswahl Deutscher Meister.
Nachdem sie im vergangenem Jahr den zweiten Platz erreicht hatten, konnten sie den Meisterschafts-Pokal diesmal wieder nach Niedersachsen holen. Jagdschützin Ulrike Junge holte sich zudem den Meistertitel im Wettkampf mit Wurfscheiben in der Damenklasse. Sie landete 28 von 30 möglichen Treffern. Der Senior seiner Mannschaft, der Senioren-Auswahl Niedersachsen, Erwin Eichel, verteidigte den deutschen Meistertitel mit seinen Teamkollegen einmal mehr souverän.

Und in der Auswahlmannschaft der Altersklasse haben die Stader Jagdschützen mit Harald Bube (Bremervörde), Axel Mester (Estebrügge) und Reinhard Wronna (Hechthausen-Basbeck) sowie der Ersatzschütze Hans-Jacob Schacht (Estebrügge) ebenfalls die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Schließlich belegte der Junior Hannes Mester (Estebrügge) in der Junioren-Klasse in der Kugel-Disziplin den dritten Platz, der ihm die Bronze-Medaille sicherte.
„Die Stader Jägerschaft zählt mit ihren acht Auswahlschützinnen und -schützen zu den erfolgreichste Jägerschaften in Niedersachsen“, teilte Erwin Eichel mit.
„Natürlich ist das Weidwerk kein Sport, sondern andächtiges Erleben der Natur. Kein rohes Tun, sondern hohe Schule des Mitempfindens mit den Tieren in der Heimat. Und kein Geschäft, sondern Meisterhandwerk nach strengen Regeln“, bescheibt eine Jägerschaft auf ihrer Internetseite.
Ein wichtiger Grundsatz sei dabei, in der Ausübung der Jagd dem freilebenden Wild Qualen zu ersparen. Das gelte auch beim Schießen. Und das könne nur erreicht werden durch regelmäßiges Übungsschießen auf dem Schießstand. Bei Meisterschaften können die Jägerinnen und Jäger ihre Zielsicherheit dann unter Beweis stellen.
Die Handhabung mit der Jagdwaffe, die Schießfertigkeit und die Treffsicherheit müssen ständig trainiert werden. So gehört zur ständigen Fortbildung im Weidwerk das jagdliche Schießen nach den neusten Erkenntnisse der Wissenschaft und Praxis. Es umfasst Ausbildungs-, Übungs-, Leistungs- und Vergleichsschießen.

Die ethischen und gesetzlich verankerten Grundsätze des Tierschutzes und der Weidgerechtigkeit fordern von jedem Jäger, das Wild so zu erlegen, dass ihm vermeidbare Schmerzen und Leiden erspart bleiben. Dabei sind bei der Jagdausübung aber auch Erfordernisse der öffentlichen Sicherheit zu beachten. Eine regelmäßige Teilnahme am jagdlichen Schießen soll dazu führen, dass jeder Jäger diesen Forderungen in steigendem Maße entsprechen kann.

(Übernahme des vollst. Beitrags auf diese Seite mit freundlicher Genehmigung des Verfassers und der Redaktion vom 29. Oktober 2014)