Jägerprüfung auf Rekordniveau: 60 neue Jungjäger erhalten das „grüne Abitur“

Jägerprüfung 2017/18 auf Rekordniveau wie in den Vorjahren: 60 Anwärterinnen und Anwärter erreichen im Kreis Stade das „Grüne Abitur“.

Der Ausbildungsstand im Kreis liegt über dem vergleichbarer Jägerschaften

22. April 2018 – Ein erfolgreicher und wiederum besonders zahlreicher Jahrgang hat die Jägerprüfung im Landkreis Stade bestanden: Von 65 Teilnehmern der Jagdschulen Thomfohrde und Grote bestanden immerhin 60 die Prüfung. Damit wird das Rekordniveau der Vorjahre fortgesetzt. Kreisjägermeister Günther Bube überreichte den erfolgreichen Jungjägerinnen und Jungjägern am 22. April in Estorf die Prüfungszeugnisse, der ehemalige Vorsitzende der Jägerschaft Stade Ernst-Heinrich Abel die Jägerbriefe.

Prüfungsbeste wurden Dieter Krüger, Arnd Eickhoff und Judith Bülte.
Sie erhielten von der VGH Versicherung eine Einladung zu einer eintägigen Bewegungsjagd in das Forstamt Saupark Springe. Die Preise wurden überreicht durch den Regionaldirektor der VGH Versicherungen in Stade, Herrn Rüdiger Meyer, und von der VGH-Vertretung Bützfleth, Herrn Hannes Rolapp.

Kreisjägermeister Günther Bube zur Jägerprüfung 2017/18: „Seit einigen Jahren zeichnet sich die Kreisjägerschaft Stade durch eine jährliche Rekordquote in der Größenordnung von über 60 jungen Jägerinnen und Jägern aus, die unsere Ausbildungsaktivitäten kontinuierlich auszeichnet.“ Diese Quote liegt hinsichtlich der Größenordnung der bestandenen Prüfungen deutlich über den vergleichbaren Ergebnissen in anderen Jägerschaften: „Für uns ist der Nachwuchs unserer Jägerschaft im Kreis Stade eine Zukunftsaufgabe von zentraler Bedeutung.“ Daher müsse angesichts des generellen demografischen Wandels auch innerhalb der Jägerschaft langfristig die Altersgruppe der unter 30jährigen unter den Jägern nachhaltig weiter deutlich gesteigert werden.

Günther Bube: „Es sind die jungen Jäger, auf die wir bei Erfüllung unseren vielfältigen Aufgaben der Hege und Pflege zählen. Bei der diesjährigen Prüfung wurden wiederum durchweg gute bis sehr gute Ergebnisse erreicht, die auf solide Voraussetzungen für eine waidgerechte Jagd, eine nachhaltige Hege und eine wachsende ökologische Verantwortung schließen lassen. Wir freuen uns, wenn möglichst viele Jungjäger nun in den Hegeringen der Kreisjägerschaft aktiv mitarbeiten wollen. Hier erwarten wir Impulse für unsere vielfältigen Aufgaben.“

Jagdschulen sowie gut ausgebildete und professionelle Lehrkräfte sind nach den bisherigen Erfahrungen in der Kreisjägerschaft Stade wichtig für die fundierte Jagdausbildung, weil sie zunehmend auch wichtige ökologische Zusammenhänge vermitteln. Damit werde in Zukunft der hohe Ausbildungsstand bei den Jungjägerinnen und Jungjägern gesichert, so Günther Bube.

Die Vorbereitungs-Lehrgänge zur Jägerprüfung werden im Kreis Stade von der Jagdschule Thomfohrde, Bliedersdorf, www.jagdschule-thomfohrde.de und der Jagdschule Holger Grote, Drochtersen-Hüll, www.Jagdschulegrote.de angeboten.

Die rechtliche Grundlage für die Jägerprüfung in Niedersachsen ist die Verordnung über die Jäger- und Falknerprüfung vom 30. August 2005. Zugelassen wird zur Jägerprüfung, wer die für den Erwerb des Jagdscheines erforderliche Zuverlässigkeit besitzt, spätestens sechs Monate vor der Prüfung das 15. Lebensjahr vollendet und eine Haftpflichtversicherung für den Waffengebrauch abgeschlossen hat.

Die Jägerprüfung in Niedersachen gliedert sich in drei Teile: die Schießprüfung mit Büchse und Flinte, die schriftliche und die mündlich-praktische Prüfung. Die Prüflinge werden im schriftlichen und mündlich-praktischen Teil jeweils in fünf Fachgebieten geprüft. Hierbei müssen sie ihr Wissen über Wild und andere frei lebende Tierarten, über Jagdwaffen und Fanggeräte, über Naturschutz, Hege und den Jagdbetrieb, die Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhunde und jagdliches Brauchtum sowie über das Jagd- und Waffenrecht und andere relevante Rechtsbereiche unter Beweis stellen.

Günther Bube: „Hinsichtlich dieses breit gefächerten Prüfungspensums ist die Bezeichnung der Jägerprüfung als ‚Grünes Abiturs‘ mehr als gerechtfertigt. Damit erweisen sich Jägerinnen und Jäger als die einzigen staatlich geprüften ehrenamtlichen Naturschützer.“

Günther Bube
Kreisjägermeister des Landkreises Stade
Tel.: 04140-239
E-mail: 

Martin Wenzel
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerschaft Stade e.V.
E-mail: 

Bilder
Gruppenbild: Lehrgangsteilnehmer der Jagdschulen Grote und Thomfohrde mit Kreisjägermeister Günther Bube und den VGH-Vertretern Rüdiger Meyer und Hannes Rolapp

„Prüfungsbester“ der Jägerprüfung 2017/18 / von links: Hannes Rolapp (VGH), Rüdiger Meyer (Regionaldirektor der VGH Versicherungen in Stade), Günther Bube (Kreisjägermeister), Dieter Krüger, (Prüfungsbester), Heiner Abel (ehemaliger 1. Vorsitzender)

 

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