Jäger-Startup „Fellwechsel“ vor Neustart

Liebe Jagdfreunde,

die Fellwechsel GmbH, ein Aushängeschild des deutschen Jagdwesens ist gezwungen, aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten, nicht zuletzt bedingt durch die Corona-Krise, neue Wege zu gehen. Der DJV hat dazu unten stehende Pressemitteilung veröffentlicht.

Wir bedauern diese Entwicklung, möchten aber trotzdem weiterhin einen Beitrag zu nachhaltiger Raubwildbejagung leisten. Aus diesem Grund hat der Vorstand der Jägerschaft Stade beschlossen, auch in Zukunft die Stromkosten für die bereits eingerichteten Truhenstandorte im Zeitraum von November bis Februar zu übernehmen. Wer keine Möglichkeit hat, Bälge von erlegtem Raubwild privat zu vermarkten, kann also weiterhin diese Sammelstellen nutzen. Eine Balgprämie wird es dafür allerdings nicht mehr geben.

Die für Februar geplante und von der LJN durchgeführte Abholung wird von einem zentralen Sammelort im Landkreis organisiert.

 

Jäger-Startup „Fellwechsel“ vor Neustart

Das aus der organisierten Jägerschaft gegründete Unternehmen Fellwechsel GmbH wird von einem Partnerbetrieb weiter geführt, der die noch auf Lager liegende Frostware verarbeitet und vermarktet. Infos zur Sammelsaison 2020/2021 folgen.

(Berlin, 9. Oktober 2020) Die Fellwechsel GmbH hat ihr operatives Geschäft größtenteils an die Fellwechsel Vertrieb GmbH übergeben. Diese wird unter dem altbekannten Logo weiterhin produzieren und vermarkten. In der kommenden Sammelsaison ab November 2020 wird die Fellwechsel Vertrieb durch einige Landesjagdverbände bei Logistik und Organisation unterstützt. Wie es konkret für die inzwischen mehr als 850 Sammelstellen in Deutschland weitergeht, soll demnächst bekannt gegeben werden.  „Wir sind froh, dass wir einen Partner gefunden haben, mit dem wir das Risiko der Produktionskosten minimieren können“, sagt Geschäftsführer Andreas Leppmann.

Während der Corona-Pandemie hatte das Startup Kurzarbeit anmelden müssen. Maßgeblich davon betroffen war unter anderem der Streifbetrieb, weshalb weiterhin Tiere aufbereitet werden müssen. Zudem war es wegen ausgefallener Fellbörsen und schlechter Marktsituation im Frühjahr nicht möglich, das Material aus den ersten beiden Saisons zu vermarkten. Dies hatte das kleine Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gebracht. „Die Umstrukturierung ermöglicht einen Neustart“, so Leppmann. Möglich gemacht haben den Neustart auch eine große Zahl der Jägerinnen und Jäger, die auf eine Auszahlung ihrer Balgprämie verzichtet haben und DJV-Premiumpartner Versicherungsdienstleister Gothaer, der finanziell unterstützt hat.

Die Zusendung der noch offenen Aufträge zur Balgbearbeitung sollen bis zum Ende des Jahres erfolgen, ebenso die Auszahlungen der noch ausstehenden Gutschriften. Es werden im Moment mit Hochdruck Überweisungen getätigt und sukzessive abgearbeitet. Bei 20.000 gelieferten und bereits gestreiften Tieren ist dies eine Aufgabe, die noch Zeit in Anspruch nehmen wird.

Mit dem Neustart scheiden Fellwechsel-Geschäftsführer Andreas Leppmann und Leiter des Streifbetriebes Josef Segbers aus der Fellwechsel GmbH aus. Deutscher Jagdverband und Landesjagdverband Baden-Württemberg bedanken sich bei allen Jägerinnen und Jägern für die Unterstützung und hoffen darauf, dass auch die Saison 2020/2021 weiter laufen kann. Der DJV will sich als Gesellschafter aus der Fellwechsel GmbH zurückziehen. In welcher Form die Umstrukturierung weiter geht, wird in der nächsten Zeit entschieden.

Weitere Informationen: https://www.fellwechsel.org