Das Reh: Tier des Jahres 2018 oder doch nur Schädling?

Die Deutsche Wildtier Stiftung hat das Reh zum Tier des Jahres 2019 ernannt. Zum einen um das vermeintlich bekannte Wildtier vorzustellen, aber auch um auf die Probleme rund um den Lebensraum der Rehe aufmerksam zu machen.
„Den meisten Menschen in unserem Land ist nur wenig über Rehe bekannt“, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. Kinder halten es häufig für die „Frau des Rothirschen“ und leider sind auch immer weniger Erwachsene mit diesem Wildtier vertraut.

Mehr hierzu auf: https://www.deutschewildtierstiftung.de/aktuelles/tier-des-jahres-2019-das-reh

In diesem Zusammenhang fordert Dr. Georg Nüßlein von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion weniger Jagddruck auf Rehe (18.11.2018):

„Es ist höchste Zeit für einen besseren Umgang mit dem Reh. Der massive Jagddruck, der insbesondere von den staatlichen Forstverwaltungen ausgeht, kommt einem Feldzug gegen das Reh gleich. Wer das Reh alleinverantwortlich macht für Verbiss und Waldschaden, will vom eigenen Versagen ablenken.“

Dieses Problem ist nicht neu. Bereits 2011 beschrieb die Augsburger Allgemeine:

„Rehwild wird nicht mehr als Bestandteil unserer heimischen Natur gesehen, sondern nur noch als Schädling. Scharfmacher sind Verbandsspitzen und Holz-Lobbyisten, die allzu gerne den mancherorts berechtigten Waldumbau zur Begegnung des Klimawandels zitieren, denen es aber hauptsächlich um wirtschaftliche Renditen der Waldnutzung geht.“

Mehr dazu auf: https://www.augsburger-allgemeine.de/illertissen/Reh-gilt-nur-noch-als-Schaedling-id14346346.html

 

Beitragsbild: Rolfes / DJV